
Liebe Bruderholzhofkund*innen
Die Hitze scheint zumindest für dieses Jahr überwunden. Und zunehmend macht sich hin und wieder ein rauchiger Geruch vom Holzfeuer auf dem Hofe breit. Die Nusssaison ist bereits beendet, die Sommerkulturen mussten entgültig dem Nüssler und anderen Winterschnittsalaten weichen, während ersterer bereits im Hofladen logiert. Die Schweine sind alle entschlafen und der Stall entsprechend baldigst bereit für den Einzug der Milchkühe. Die Rinder trudeln nach und nach von ihren Sömmerungsbetrieben ein, die erste herbstkalbende Kuh Hürlimann läutet zugleich schon die Kalbungssaison ein. Die Sonnenblumen sind geerntet, getrocknet und in der Aufbereitung. Die letzten Lagergemüse werden gerodet und eingelagert.
Neben allem was herbstet, reift und eingefahren, gepflegt oder gepflanzt werden musste, stand der Oktober ganz im Zeichen des Hoffestes. Wie wild wurde hier auf dem Hof geräumt, sortiert und geputzt, die Website leicht überholt und mit neuen Fotos versehen, es wurde gebacken und gekocht.
Passend zum Erntedank, galt es am grossen Tag schliesslich den Regen zu feiern, mit all der Nässe und Kühle die wir uns im Sommer so sehnlichst gewünscht hatten. In lauter bunten Jacken und Mänteln hat es doch so manchen Menschen – trotz gemütlichem Herbstkuschelwetter – zu uns auf den Hof verschlagen; zu einem Glas heissem Most, Raclette, einer warmen Suppe, Maroni oder Crêpes, serviert von den flotten Zirküssen der Fahraway-Bar oder zum krönenden Abendessen mit fliegenden Flammkuchen und cremigen Quarkdessertvariationen.
Auch die Führungen in die verschiedenen Betriebsbereiche waren erfreulich gut besucht, von gut gelaunten, wissbegierigen Menschen.
Für dieses erste Hoffest bedanken wir uns von Herzen, bei allen, die Regen und Kälte nicht scheuten, die so unermüdlich treu zu uns auf den Hof kommen und uns liebevoll begleiten auf unserem Weg über Stock und Stein. Dank gebührt an jener Stelle vor allem all den vielen fleissigen Helfer*innen, die uns an allen Ecken und Enden, von Früh bis Spät unermüdlich geholfen haben, wo immer wir sie gebraucht haben. Nur dank und gemeinsam mit euch allen konnte dieses Hoffest so herzerwärmend werden.
Leider müssen wir auch schlechte Neuigkeiten melden: Durch die vom Hoffest ausgelösten Turbulenzen haben unbekannte Hefen und Schimmel den Weg in unsere Frisch-Milchprodukte gefunden.
Hefen und Schimmel sind grundsätzlich immer und überall in der Luft, jedoch bei optimalen Verarbeitungsprozessen zu nicht-nennenswerten Anteilen in den Milchprodukten drinnen.
Vorweg: Hefen und Schimmel auf Milchprodukten sind für die menschliche Gesundheit immer unbedenklich, hingegen für den menschlichen Genuss oft nicht bevorzugt, bzw. nur an ausgewählten Stellen. Es besteht also keinerlei Gefahr für alle, die ein solches Produkt gegessen haben sollten.
Falls Sie ein ungeniessbares Produkt bereits bei sich zu Hause haben, werden wir Ihnen dieses selbstverständlich rückerstatten.
Wir haben uns entschieden, unsere Milchverarbeitung bis auf weiteres einzustellen, einmal alles gründlich durch zu putzen und hoffentlich bald schon wieder unsere Produktion aufzunehmen.
Für die Umstände bitten wir von Herzen aufrichtig um Entschuldigung.
Erfreulicher ist, dass wir zur Festzeit wieder einen Fleischverkauf durchführen. Am 19. Dezember ab 14:00 Uhr verkaufen wir im Hofladen Edelstücke und Hackfleisch vom Rind. Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen.
Ebenfalls sind noch nicht alle Weihnachtsgänse verkauft. Falls Sie bis jetzt noch unentschlossen waren oder uns einer Freund*in empfehlen wollen → hier gehts zum Webshop.
Die herbstlich-grauen Tage der letzten Woche haben wir gut genutzt, denn es steht die Herbstbestellung unserer Felder an. Wir sähen, damit wir auch im nächsten Jahr hoffentlich wieder so manchen Schatz vom Feld zu Tisch tragen können.
Alles Gute,
Manuel, Isidor, Flora, Sämy und Laura








