Liebe Bruderholzhofkund*innen,
Schon befinden wir uns in der nächsten Hitzewelle – und auch dieses Mal ohne Besserung in Sicht. Mittlerweilen sind nun endgültig alle Wiesen und Weiden bründschelig braun und auch das Winterfutter unserer Kleegraswiesen ist die Tage aufgebraucht. Die Vorräte für den Winter schwinden nicht nur draussen auf den Wiesen, sondern auch im Heustock drinnen und lassen den Viehbauern zunehmend in Ratlosigkeit zurück. Die Katastrophe des äusserst trockenen Hitzesommers 2026 hinterlässt deutliche Spuren und führt hoffentlich nicht nur bei den in der Landwirtschaft tätigen Menschen zu einem starken Hinterfragen und Umdenken. Ein Umdenken, wie man welche Kulturen anbauen kann und welche Kulturen trockenheitsresistent sind. Vor allem aber auch, wie man proaktiv Regenwasser auf dem Land halten kann, um in solchen Monaten nicht auf aufbereitetes, teures Trinkwasser angewiesen zu sein und somit eine örtliche Wasserknappheit vorgebeugt werden kann. Wir haben uns dazu auch in diesem SRF-Beitrag geäussert.
Neben den verheerenden Auswirkungen, die diese anhaltende Trockenheit auf die Natur und die Tiere hat, geht die Lage zunehmend auch ziemlich ins Geld. Selbst bei einer eher zurückhaltenden Bewässerungspolitik belaufen sich die Wasserkosten in den Tausendern. Und wie bei vielen Höfen bleibt auch uns der Entscheid, entweder reichlich Tiere zu schlachten oder aber zu versuchen, Futter zuzukaufen. Aufgrund der hohen Nachfrage ist dies jedoch eine nicht ganz einfache und ebenfalls ziemlich kostspielige Angelegenheit.
All dem trotzen unsere Sonnenblumen. Tief verwurzelt strahlen sie schon seit Wochen in ihrem leuchtenden Gelb und bescheren uns allen Hoffnung nach einer reichen Ernte an frischen Kernen und nach feinem Öl. Unüblich jedoch ist hierbei, dass auch sie sich von der Sonne abwenden, anstatt sich – wie im französischen namensgebend – sich der Sonne zuzuwenden.
Rasant geht es nun schon in den Herbst. Dinkel und Weizen wurden bereits Anfang Monat geerntet und auch die braunen und schwarzen Linsen sind gedroschen, getrocknet und schon bald bei uns im Sortiment. Obschon die Tomaten, Gurken und Zucchetti noch ihre Hochsaison feiern, reifen südlich des Hofes schon die ersten Kürbisse. Die ersten Zwetschgen erweichen und die Bäckchen der Äpfel erröten, sodass wohl schon in Bälde die Mostsaison beginnen kann.
Die Gänslein haben erneut Einzug gehalten und erfreuen sich stets an einem kühlen Bad und so manchem Salatblatt, das sie zu erhaschen bekommen.
Zum Ende des Juli-Monats gibt es wieder feinen Alpbutter und den ersten jungen Alpkäse bei uns im Hofladen.
Unser Bäcker ist wieder aus den Sommerferien zurück; aufgrund eines Missverständnisses gibt es jedoch nicht wie angekündigt morgen, 04.08.2026, sondern leider erst in einer Woche wieder frisches Brot: Also ab dem 11. August 2026. Wir bitten um Entschuldigung.
Ebenfalls setzen wir diese Woche am Oberwiler und Reinacher Markt aus. Just zum Schulstart sind wir dann wieder wie gewohnt am Mittwoch Morgen in Oberwil und Freitag Morgen in Reinach auf dem Markt anzutreffen.
Abschliessend noch eine kleine Ankündigung und herzliche Einladung. Nach einem erfolgreich überstandenem ersten Jahr auf dem Bruderholzhof haben wir uns dazu entschieden, den Schritt zu wagen und zu einem Hoffest einzuladen. Ein Fest für Jung und Alt, voller Leckereien, Kennenlernen und Einblicke in unser Schaffen und unsere Visionen: Am Samstag, 17.Oktober 2026 ab 11Uhr mit offenem Ende.Weitere Infos zu Inhalt und Programm folgen in Bälde auf unserer Website.
In diesem Sinne, besinnliche Grüsse vom Bruderholzhof,
Flora, Isidor, Sämy, Laura und Manuel



